Eduard Ettensberger – Merings fleißigster Vereinsgründer

„Wussten Sie, dass Merings fleißigster Vereinsgründer Eduard Ettensberger hieß? Der Augsburger kam 1893 nach Mering und schuf sich dort ein Auskommen als Land- und Gastwirt. Weil er in jungen Jahren sehr gesellig war (in seinen späteren Jahren wollte er zum „Einsiedler in der Friedenau“ werden, was aber gründlich schief ging) und um sein Geschäft anzukurbeln, ging er auf die Menschen zu, animierte sie zum Theaterspielen und schuf 1896 die Basis für einen oberbayerischen Theaterclub. Aus diesem ging 1912 der Volkstrachtenerhaltungsverein hervor, den es heute noch als Heimat- und Volkstrachtenverein Almarausch Mering gibt. Ettensberger war auch begeisterter Turner mit viel Talent zum Vorturner, fand aber nur Anschluss an Arbeiter der Schuhfabrik in der Hörmannsberger Straße, die aber nicht turnen wollten, sondern eher als Kraftathleten und Ringer glänzen wollten. Darum wurde 1896 der Athletenclub Mering gegründet, Ettensberger leitete übrigens beide Vereine.


1907 kam es bei einem Gartenfest zum erwartbaren Eklat, die Ringer und Schwerathleten bekamen weniger Zuspruch als die Turner, die Ettensberger um sich geschart hatte und ebenfalls auftreten ließ. Der Turn- und Stemmclub stellte sich auf eigene Beine und anno 1908 konnte Ettenberger endlich den Athletenclub sterben lassen zugunsten des Turnvereins, der noch im Gründungsjahr eine erste Turnhalle bekam. Im TVM wuchs über die Jahre dann auch die Sportart Fußball heran, bis 1925 der Turner-Dachverband den Turnvereinen verbot, auch Ballsport im Programm anzubieten. Aus dieser Notwendigkeit heraus mussten sich die Fußballer eigenständig machen und gründeten den SV Mering.